CeBit 2010: G-Data empfängt FB
By Paul | March 3, 2010
Am 4.März werden Funky Breeze in Hannover auf der CeBit ein kleines Konzert geben. Letztes Jahr, beim Gastgeber der G-Data Software AG hat der Gitarrenonkel Paul einen Kurier-Job bestritten. Das Instrument sicherheitshalber mit im Gepäck sorgte er überwiegend für »positives Credo« (*zwinker* zu J.) auf der Lounge-Bühne. Dieses Jahr ohne Kurier-Verpflichtungen aber mit einer Menge neuem Material und seiner Sängerin im Schlepptau gibts ein Wiedersehen mit den sympathischen Leuten der Software-Schmiede. Das famose Joanna Eden Trio wird auch da sein. Eine unbedingte Hörempfehlung.
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Neue Langspiel-CD kommt – zweifach
By Paul | March 1, 2010
Anfang Februar liefen die gemeinsamen Aufnahmesitzungen. In einem provisorisch eingerichteten Studio, irgendwo in der Einöde der städtischen Industriebrache. Zwei Dudes mit akustischen Gitarren, eine Sängerin und nicht zuletzt eine Violinspielerin fanden eine Woche lang zusammen. Ein Dutzend Lieder. Ein hochgestecktes Ziel. Eine interessante Zusammenstellung an Titeln. Keine Eigenkompositionen, doch originelle Interpretationen einer der Durchschnittshöhrerschaft überwiegend weniger geläufigen Musik.
Tango, Django-Reinhardt-Jazz, Nashville-Fingerstyle, Klezmer, IrgendwieJazz, Bossa Nova. Fahrstuhlmusik? Vielleicht, wenn’s denn in den musikalischen Himmel gehen soll, ja!
Einige Titel und Solo-Parts müssen noch eingefangen werden. Anfang April soll’s fertig sein. Appetithäppchen wird’s hier geben. Bald.
Das Zweite: Mr. Love und Dr. Snyder arbeiten gemeinsam an Ihrem Debut-Album. Elf Eigenkompositionen. Wiederrum zwei Akustikgitarren. Geradlinige auf das Wesentliche heruntergekochte Lieder. Wort und Ton tollen leichtfüßig Hand an Hand durchs Blumenbeet des naiven Frohsinns. Et voila, ein Strauß bunter Melodien. Darunter die unter den Fans beliebten Kracher: »Gewohnheitstier« und »Ich langweil‘ mich nie«. Angepeilte Fertigstellung: Anfang Mai. Konzerte sollen folgen.
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Chopin meets Paganini
By Paul | December 2, 2009
Ein wundervolles Stück. Behutsam verspielt als sei das Manual zerbrechlich. In einem seiner berüchtigten Warschauer Gigs inspirierte der Teufelsgeiger Niccolò Paganini den Wunderpianisten Frédéric Chopin zu diesem Wiegenlied. Die Melodie entsprang weder Paganinis noch Chopins Feder und kam wohl aus neopolitanischer Gegend zum Violinisten hinübergeweht. In Deutschland erlangte sie in einem Kinderlied Bekanntheit. Welches ist es?
(Tipp: Es handelt sich nicht um das beliebte Ich lieg’ im Bett und schwitz’)
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Funky Breeze in Boilstädt
By Paul | December 1, 2009

Boilstädt von oben (Foto: Thomas Ritter)
Boilstädt. Eine Randerscheinung von Gotha. Viele Tage bleiben den Boilstädtern nicht, um von ihrer liebgewonnenen Ruhe ihres beschaulichen Örtchens Abschied zu nehmen. Funky Breeze schenkt seinen Jüngern einen weiteren Wallfahrtsort.
Das Klangritual beginnt nach gregorianischem Kalender am Freitag dem 4.Dezember 2009 in dem zentralen Trink-Lokal. So viele gibt’s da nicht. Einfach Ortskundige nach dem Weg zur Erleuchtung fragen. Oder den Menschenmassen folgen. Funky Breeze wird die Messe zusammen mit den Glaubensbrüdern von Blues Cajon halten. Die Pforten öffnen sich 20 17 Uhr.
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Sozialstudie, ep. 1: “War alles in Ordnung?”
By Paul | November 26, 2009
An der Kasse eines Supermarkts begegnet sie mir immer wieder. Diese bohrende Frage. Heute morgen erneut. Warum drängeln die Menschen hinter mir in der Schlange an der Kasse und setzen mich unter Druck, indem sie mir auf die Pelle rücken, dass ich Angst bekomme, ich könnte deren modriges Atemgeschnaufe im Nacken spüren? Oder sie beginnen mich erbarmungslos zwischen ihrem Einkaufswagen und meiner Vorderperson zu zerquetschen.
Dieser Quetschvorgang scheint mit der Einkaufsmenge, die ich auf’s Band lege zusammenzuhängen. Nur eine Packung Kaugummi das Gedränge geht los. Ich noch völlig fassungs- und sprachlos über dieses Fehlverhalten gebe der Kassierin Geld (es ist immer eine Kassierin) und sie fragt mich in einer lobotomierten Gleichgültigkeit, ob alles in Ordnung sei?
In solchen Momenten übe ich mein Lieblingsverwirrungstrick. Ja sagen und den Kopf langsam schütteln. Das hilft mir komischerweise immerwieder nicht durchzudrehen.
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Empfehlung des Tages: DJ Che und Beatz aus Styropor
By Paul | October 12, 2009

Tekkno, House, Minimal. Unser Leben hat wieder ein Sinn, denn ein Freund hat kürzlich einen Blog eröffnet, auf dem er seine heiße Tekke veröffentlicht. Eine Offenbarung für jeden der dikke Beatz mag und auf Plastik-Sounds steht.
In einem Interview gab der etwas menschenscheue Künstler preis, dass er die Besucher seiner Seite nicht kennenlernen möchte und generell jeglichen Kontakt mit Menschen meidet. Das Wichtigste sei ihm die Musik. Die steht bei DJ Che im Mittelpunkt. Meine Empfehlung: Downloaden und reinziehen bis das Styropor der Plastik-Beats aus dem Lautsprecher rieselt.
http://djchetekke.blogspot.com/
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»Tag der Jugend« – FB war dabei
By Paul | May 13, 2009
Aus Bad Langensalza. Das alljährlich vom Kulturverein Stadtmauerturm organisierte Event lockte erneut zählige Besucher auf den Platz zu Füßen der Marktkirche. Unter dem Motto: »Mut zur Demokratie« führte ein launiger Moderator vom Radio durchs Programm. Zur Auflockerung spielten vier Bands. Punk, Rock, Folk, HipHop. In dieser Reihenfolge. Farblos eine junge Punkband aus der Gegend rotzte ordentlich einen los. Das war nie Musik, die mich ansprach, aber die Jungs haben eine solide Show geboten. Vielleicht etwas zu lieb, konventionell und unanarchisch.
Danach: Anger 77. Seit Zeiten des Umbruchs der frühen neunziger Jahre haben die Erfurter mal mehr mal weniger erfolgreich den typischen Deutschrock vertreten. Als nächstes betraten Funky Breeze das Feld und beruhigten die vereinzelten Massen mit ihrem im Vergleich geringen Lärmpegel. Eine halbe Stunde hielt die Verschnaufpause bis sich sich Tonträger im Eröffnungssong »Back To Beat« zurück zu Hip Hop der alten Schule besannen.
+++Links+++
Funky Breeze
Anger 77
Tonträger
Farblos
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Konzertkritik: Walter Trout & Band
By Paul | May 6, 2009
Ein Bluesrocker der alten Schule gastierte im ehemaligen Gewerkschaftshaus in Erfurt. Ich, der noch nie was von Walter Trout oder dessen Musik vernommen hat, folgte einer Einladung zum Konzert drinnen. Meine Eindrück von der Show glichen dem herrschenden Kackwetter draußen – gemischt und wechselhaft.
Gut, dass der Mann auf der Bühne mit seiner Jonny Cash ähnlichen Stimme uns nach drei gespielten Stücken mitteilte, dass er nicht Walter Trout sei, sondern nur ein paar Songs zum Aufwärmen darböte. Lediglich begleitet vom minimalen Spiel seiner Akustikgitarre beschwor er in unaufgeregten, kurzen und geradlinigen Akustiknummern eine Lagerfeuerromantik, die das überwiegend wohlwollende Dienstagabendpublikum auf Konzerttemperatur brachte.
Hier fegt gleich der Blues-Taifun drüber.
Walter in Arbeitskleidung und an seinem Arbeitsplatz.
Walter und Band betreten nun die Bühne. Ich stehe in vorderster Reihe und blicke – wie sich noch herausstellen sollte – nur im direkten Wortsinn zu ihm herauf. Zum Vorspiel gab es ein wildes Gefichtel auf vielstrapazierten Bluestonleitern und stellte klar: Walters Fender Strat und der Mesa Boogie ergeben einen saftigen, etwas schärfer als goldbraun angebratenen Gitarrenklang. Eine erlesene Zutat für diesen bestimmenden Südstaaten-Sound irgendwo zwischen Texas und Tennessee. Eine Hammond-Orgel mit Leslie-Lautsprecher, der knackig mit Plektrum gespielte Bass und oben drauf der heiser-röhrige Gesang komplettierte diesen kalorienhaltigen Hauptgang.Serviert wurde er leider nur lauwarm. An Lautstärke wurde nicht gegeizt, nur war der PA-Sound unausgewogen. Zu drucklos der Bass, matt das Schlagzeug und zu undifferenziert war die Stimme abgemischt.
Da sind sich die einzelnen Spuren in ihren Frequenzbereichen gegenseitig auf die Füße getreten. Das habe ich schon deutlich besser gehört. Jetzt liegt’s an der Band, ob ich dem Gewerksschaftshaus mit einem zufriedenen Lächeln entschwinde.Dieses Lächeln sehe ich eher bei den Fans von rohem Bluesrock, der den Konventionen dieser Stilrichtung überwiegend treu bleibt. 12-Takt-Blues-Schema, Gitarrenlicks in der von Hendrix oder Stevie Ray Vaughan geprägten Phrasierung, ein paar Balladen zum Luftholen, die groovigen, geshuffelten Mid-Temp-Nummern und selbstverständlich Soloeinlagen vom trio infernale:
Gitarre, Hammond-Orgel und Schlagwerk. Mir fehlten diese feinen Zwischentöne, die Pausen und die emotionale Tiefe die den Blues auszeichnen. Von dieser gefühlvolleren Seite zeigte sich der Grobian auf der Bühne an diesem Abend kaum. Der fichtelte sich lieber durchs Tonleitergestrüpp.Seine 40 Jahre alte Routine habe ich bemerkt und auch, dass seine Musik insbesondere aber seine Gitarrenkunst darunter gelitten hat. Blues muss ja nicht klinisch sauber sein. Wäre Walter mit der hier dargebotenen Präzision am Griffbrett Chirurg und operierte am offenen Herzen, wäre der Patient ohnehin tot.
Der Mann übt schon lange nicht mehr, was man lediglich in den höhere Tempozonen dann aber deutlich hört. Und dorthin flüchtete er sich leider viel zu oft. Die soliden Songs waren mit Gitarreneskapaden überladen, die sich auch noch ab dem dritten Lied wiederholten. Da fehlte es an Originalität und Gespür für die Note und Pause zur richtigen Zeit.Wie weit die subjektiven Meinungen auseinander gehen können, machte mir ein langjähriger Fan von Walter Trout deutlich als er diesen Konzertabend als einen der qualitativ Besseren nannte. Mich hat diese Performance nicht überzeugt. Ein weiteres Konzert muss ich nicht sehen. Dann lieber die paar Kröten drauflegen und Popa Chubby ansehen oder den noch jungen aber hochtalentierten Dennis Hormes.
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Namensfindung = schwere Geburt
By Paul | April 8, 2009
Gedankengänge sind dunkel und mühselig zu Ende zu führen vor allem wenn es um schöpferische Dinge geht wie Namen. Das fängt beim Bandnamen an. Funky Breeze. Klingt melodisch, frisch und gibt’s schon. Aber da wir mit Funk im eigentlichen Sinn soviel gemein haben wie Tokio Hotel mit fernöstlichen Übernachtungsmöglichkeiten ist es mir egal. Hauptsache da steht erstmal überhaupt etwas, das nicht hochgradig profan klingt wie Mann mit Gitarre – Frau mit Mikro; oder so unüberraschend wie Akustik Duo. Oder noch schlimmer: Wortspiele mit Saite wie Zartbesaitet, Saitensprung oder Saitenwind. Aaaargh!! Diese Hürde haben wir mit Blessuren überwunden, die nächste, den Namen unserer ersten CD, fand sich zum Glück ganz geschwind.
First Take. Und sobald mich Journalisten aus aller Welt mit Fragen nach dem Grund für diesen Namen löchern werden, setze ich mein selbstzufriedenes Honigkuchenlächeln auf und berichte davon, in welch kurzer Zeit wir die Aufnahmen im Kasten hatten. Fast alles first takes eben. Perfektionismus adé, hoch lebe der Kompromis. Ein Künstler muss ich immer an seiner schlechtesten Performanz messen lassen. Man stelle sich vor wir hätten nur perfekt gespielte Songs aufgenommen. Doch was heißt eigentlich perfekt? Ohne handwerkliche Fehler? Von Konventionen habe ich noch nie viel gehalten, aber aus fehlendem anarchischem Antrieb heraus habe ich sie dennoch stets befolgt. Damit ist jetzt Schluss. Ich präsentiere eine weitere künstlerisch befreite Nummer unseres jüngsten Werks.
Windy & Warm (instrumental) (3:03 min // 4.2 mb)
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FUNKY BREEZE – neue Band, neuer Stuff
By Paul | March 31, 2009
Was vor circa 1,5 Jahren begann trägt nun langsam Früchte. Mein gitarristischer Exkurs in akustische Gefilde macht mir soviel Spaß, dass ich genug angespornt war, mir tyle anzueignen. In Kollaboration mit einer wiskeygetränkten Frauenstimme haben wir das Gelernte in einem etwa 2-stündigen Programm verarbeitet.
»Lieber eine gute Interpretation als eine schlechte Kreation« könnte unser Motto lauten, denn eigene Songs gehören bislang weniger zu unserem Repertoire als eine mit Trüffelnase erschnüffelte Auswahl an Glanzstückchen.
Zum Beispiel ist da der Walking Blues (3:47 // 5.19 mb), der direkt aus dem Mississippi-Delta irgendwie in die Unstrut gelangte und dann über den Wasserhahn zu uns gespült worden zu sein scheint. 1937 hat der früh verstorbene Bluesmusiker Robert Johnson diesen Song veröffentlicht. Oder das etwas frischere Dream A Little Dream (2:22 // 3.25 mb) von einem gewissen Wilbur Schwandt. Wer sich diese und weitere Interpretationen live erleben möchte besucht einfach eines unserer nächsten Konzert.
Nächster Termin:
12.04.09 Smuggler’s Irish Pub in Weimar
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