« Neuigkeiten: Project ∞ – Done! | Home | FUNKY BREEZE – neue Band, neuer Stuff »
Filmkritik: Ein Quantum Trost
By Paul | January 15, 2009
Ich war heute auch im Kino. Bei mir zu Hause in einem provinzellen Kino, das ein Betreiber führt, der selten selbst einen seiner ausgestrahlten Filme sieht. Ein merkwürdiger Kerl. Sein Film-Enthusiasmus scheint sich mit dem der Stadtbevölkerung zu ähneln. Zumindest braucht man keine externen Kosten aus Rivalität im Konsum zu befürchten.
Monsieur Daniel Craig in seinem zweiten Lehrjahr als wortkarger, rauer, hölzener Angestellter beim britischen Geheimdienst. Er könnte also Beamter sein. »Erschreckend effizient« verrichtet James seine Arbeit. Es ist schön ihm dabei zuzusehen. Jeder Handgriff sitzt, er verschwendet keine Zeit. Ähnlich ging auch der Cutter zu Werke, der machte aus Actionszenen eine Sinnflut an Staccato-Bildern, das dem Verarbeitungszentrum des Betrachters immer ein paar Milisekunden vorauseilte. Da ging mir ja mir schon beim Zusehen die Luft aus. Dennoch blieb, der künstlich erzeugte Adrenalinschub, Herzklopfen und die Anspannung aus. Die Bilder, die Stunts, die Schauplätze waren für das Medium Großleinwand inszeniert. Die Action war erstklassig, doch schoben sie selten die Handlung voran.
Als wenn, jemand auf die Idee käme, das gesamte Silvesterfeuerwerk mitten in der im Tag zu zünden. Oder eine Geburtstagstorte zum Frühstück an einem x-beliebigen Tag zu essen. Ohne geeigenten Anlass macht auch sowas nur wenig Spaß. Ein Quantum Trost macht gerade noch Spaß. Es ist ein klassischer James Bond ohne seine altbekanten Spielereien und Technickgimmicks, ohne alberne TuttiFrutti-Erotik. Das ist hervorragend. Aber leider, fehlen die klassischen Momente, die sich in Filmgeschichte verewigten. Momente, die vielmehr transportieren und senden als sie im Offensichtlichen zeigen. Davon gibt’s in diesem aktuellen Bond nur wenige.
Wer den ersten Einsatz Craigs mochte, wird auch hier nicht völlig enttäuscht werden. Die Handlung hat Gegenwartsbezug, politische Seilschaften, Korruption, Profitgier. Doch für etwa 105 Minuten haben die Drehbuchautoren ein paar Fässer zuviel geöffnet. Von 10 Punkten würde ich 6 geben. Erwartungen erfüllt. Handwerklich toll. Dramaturgisch leider nicht so pralle.
Topics: Neuigkeiten | 3 Comments »
January 28th, 2009 at 12:39 am
Ja also ich fand den film jetzt nicht schlecht, die alte is auf jeden fall geil, ne!
February 10th, 2009 at 10:34 am
Welche Alte in einem Bondfilm war jemals nicht geil? Nagut Grace Jones ist raus, aber die restlichen waren alle vorzeigbar (haha).
February 11th, 2009 at 9:53 pm
ja ne die sind geil klar. Die olle hat gute titten find ich.