Einem geschenkten Powl, schaut man nicht ins Mowl
Kinder, was ich jetzt mitzutzeilen habe, wäre klug in sein Verhaltensmuster einzuflechten: Geht regelmäßig zum Zahnarzt! Meine Verzögerungs- und Verdrängungsstrategie hat sich dieses mal nicht bewährt. Es gibt Baustellen in der Mundhöhle gegen die energischtes Schrubben nichts ausrichten kann. Auslöser meines spontanen Anflugs an Motivation, zum Dentisten zu gehen, war das konstante Gefühl, Reißzwecken im Rachen stecken zu haben. Den Schmerz erschien eines hellichten Tages. Wie an eine Pinnwand - mein Mowl nämlich - geheftet, führte er mir meine fehlgeschlagenes Verdrängen, Ignorieren und die Schönmalerei, dass sich die Sache schon irgendwie in Wohlgefallen auflösen wird, vor Augen.
Interessant wie sich die Wertschätzung von Gesundheit expotenziert, sobald man die Gesundheit zu verlieren glaubt. Jedenfalls war die Ursache der Beschwerden ein Weisheitszahn. Oder besser eine Zahnschmelzruine. Schuld sei ich nicht an seinem Kariesbefall, meinte meine Zahnärztin. Es gibt einfach Stellen im Mund, an die ist selbst mit meiner filigranen Geschicklichkeit kein Rankommen und so keine ausreichende Hygiene möglich.
Jetzt ist der versehrte Zahn jedenfalls raus und ich kaue auf einem getränkten Wattepfropfen rum. Kinder, geht deshalb regelmäßig zum Zahnarzt und lasst es nicht zu, dass ein kleiner Haufen von Bazillen zu einem bösen Unruheherd heranwächst und die schönen Zweiten in eine Kraterlandschaft verwandeln.
Das Auge trinkt mit, habe ich mir gedacht als mir der sympathische Cheffe der Caféteria dieses Heißgetränk servierte. Die Pflanze im Milchschaumbett hat der Kaffeespezialist mit reinem Geschick kreiert. Einfach mit dem Kännchen, das von Schaum am Rand gesäumt war, ein paar mal nach einem vorher gelernten Bewegungsmuster in das Glas getunkt. Voila!
Super Essen. Ein bisschen lieblos auf den Teller gehaun, aber äußerst vorzüglich. Da stören die paar Flecken auf der Tischdecke auch keinen mehr.






