Archive for the 'Music' category

Schon wieder Blues?

Sunday, February 24th, 2008

Manche Zeitgenossen, vor allem die, die meiner schallenden brotlosen Kunst seit mehr als einer Dekade ausgesetzt sind - an dieser Stelle möchte ich ein paar liebe Grüße an meine Eltern schicken - ahnen schon nach den ersten zwei gespielten Tönen von Hey Hey, was da in den nächsten zwei Minuten auf sie zukommt.

Nein, sie ahnen es nicht, sie wissen es: “Oh, das Stück kommt mir bekannt vor und dabei habe ich es erst abgerundet einhunderttausend mal gehört!” Da mir das Lied selbst schon bald aus den Ohren raushängt wie Frau Holles Bettwäsche aus dem Fenster, habe ich improvisiert, dazugesponnen und alteriert.

Hey Hey [extended] (mp3 / 3mb)

West Coast Blues

Saturday, February 23rd, 2008

Ein Blues, der mir das Herz erwärmt. Von mir in einer eher geradlinigen verswingten Art. (Wem’s gefällt…)
Vorwarnung: Ich habe mir die Freiheit erlaubt, das Stück mit Soli in die Länge zu ziehen.
Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

West Coast Blues (mp3 / 5mb)

Longing for Copacabana

Thursday, January 31st, 2008

Copacabana
Manchmal überkommt mich das Verlangen und ich träume mich mitten im Tag hinfort zur Copacabana, dem berühmten Strandabschnitt in Rio de Janeiro oder irgendeinem anderen Platz, an dem es viel Sonne schneit, die Mauken angenehm vom glühenden Sand gegaart werden und das Meer ohne die Schultern zu zucken jeden Stress vergangener Wochen davonspühlt.

Einen Hauch dieser Vorstellung skizziert eine verschollene und wiederaufgetauchte Stehgreifkomposition. Falls die Weben verhangene Dunkelkammer, mein Erinnerungsvermögen richtig liegt, habe ich diesen Anflug von Südamerika-Fernweh im Januar 2005 aufgezeichnet. Kommentare dazu sind erwünscht!

Longing For Copacabana (mp3 / 2MB)

Django Alla Turk - Livemitschnitt

Saturday, January 26th, 2008

Hallo Nachbarn, mit folgendem Stück dürfte ich mein Pensum an kulturellem Austausch für 2008 erfüllt haben. Hot-Club Jazz der 40ger gepaart mit Mozarts Türkischer Marsch. Dabei bin ich sicherlich erst der 500.000ste, der meint, Mozarts Erbe besudeln zu müssen.

Django Alla Turk (mp3 // 2.50 MB)

django.jpg

Erfinder des Gypsy-Jazz: Django Baptiste Rheinardt.

La Gitane kommt angewalzert (Gypsy)

Thursday, January 10th, 2008

Zurzeit noch in den Nachwehen meiner Gypsy-Phase - Borat der Film war letztlich Schuld - stieß ich per Zufall auf ein Lied, in das ich mich sofort verhörte. Technisch anspruchsvoll. Harmonisch und melodisch bezirzend. Viel davon ist in meiner Version nicht übrig geblieben. Aber hören Sie selbst:

La Gitane (mp3, 2,7 mb)

Randbemerkung: Die Schwierigkeit ist nicht das Stück zu spielen, sondern sich nebenbei die Haare zu fönen ;)  Die Konservenband stellte mir das Programm Band In A Box zur Seite. Gitarre: Epiphone ES-335, semi-akustisch. Und ganz wichtig: Es stammt von einem französischen Gypsy-Gitarristen namens Paul “Tchan Tchou” Vidal. Meine Version ist hörbar von Joscho Stephan beeinflusst, der mich mit seiner teuflisch Perfektion, die Stakkatosalven aus seiner Saitenbespannten Holzkiste abzufeuern,   erst dazu brachte, diesen Walzer einzustudieren.

Einer der Auszog, anderen das Fürchten zu lernen

Thursday, November 8th, 2007

Derzeit bin ich mit allerlei zeitintensiven Dingen beschäftigt, mit denen ich Euch nicht anöden möchte. Womit ich die Leser, die sich hier her verirrt haben, anöden möchte, ist folgende Ankündigung: Ich werde das erste Mal überhaupt, seit dem ich in mittelfränkischen Gefilden Fußabdrücke hinterlasse, bayrische Luft inhaliere und mit Leberkasweckla* perdu bin, die Fürther Musikszene mitgestalten.

Heute abend eröffnen um 20:30 Uhr ein paar Musiker eine Offene Jazz-Session. Die Bar, in der das Gwerch startet, befindet sich bei mir um die Ecke. Daher packe ich die Gelegenheit am Schopfe und werde dort mein Bestes tun, um mit ungehobelten Gitarrenschmonzetten anwesende Gehörschnecken zu malträtieren und dafür noch ein Gratisgetränk meiner Wahl zu bekommen.

Ich habe keine Vorstellung davon, was mich in raum4, so der Name des Lokals, erwartet. Meine Erlebnisse im musikalischen Varieté mit mir in der Rolle des Affenzirkusdirektors werde ich natürlich in Kürze hier verbeiten.

*Brötchen mit Leberkäse und Senf - ein traditionelles Gericht

Soviel Ordnung muss sein

Sunday, May 13th, 2007

Mein Arbeitsplatz - sehr unordentlich.
Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Das dachte sich auch mein Arbeitsplatz, als ich ein dickes Keyboard - ein Yamaha PSR - darauf verfrachtete. Welchen Zweck ich damit verfolgt habe, während der Arbeitszeit zu klimpern, ohne Scham, unter den Augen von verblüfften Kollegen, möchte ich nicht verraten.

Nur soviel: Es hat was mit Musik und einem Computerspiel (Stichwort: LOTRO) zu tun. ;)

All Day Long

Monday, May 7th, 2007

Mit den Zeilen “I woke up in the morning …” beginnt jede zweite Blues-Nummer. Achtet mal drauf.
Mein Akustikgitarrenbluus verzichtet auf solcherlei abegriffene Standards (*lach* - von wegen) und plätschert gesangslos auf 3 Gitarren dahin. Ein 12-Takt Schema - auch sehr typisch für diese Art Blues - verbirgt sich hinter der an ZZ-Top angelehnten Rhythmusspur. Das Solo ist natürlich improvisiert - das hört man an den kleinen Verspielern und Taktungenauigkeiten.

All Day Long (mp3 / 3,9 mb)

Flaminco

Sunday, April 8th, 2007

Tach!

Neues Lied. Wieder sehr hektisch und flott. Kein großer Hörgenuss, aber viel Flitzefinger. In einem Ruck aufgenommen und festgestellt: Wurstfinger geben eher nach als Stahlsaiten.

Wer mehr hören möchte - ich habe noch einige Liedchen in Reserve - möge sich bitte im Kommentarabgrund verewigen.

Flaminco (6,5 mb/ mp3)

Ich habe es aufgegeben dieses Stück lediglich mit den Fingern zu spielen. Meine Technik ist einfach nicht ausreichend. Mit Plektrum fällt’s mir wesentlich leichter. Und ich kann schön in die Saiten reinlangen, dass es scheppert.

Der ehrlichste Prüfstein, um die eigene Technik einem Check zu unterziehen, ist das Spiel auf einer Akustikgitarre. Ohne Effekt und ohne Kompression wird gnadenlos jede spielerische Schwäche offengelegt. Deshalb bin ich auch relativ froh, diverse spielerische Grenzen überwunden zu haben. Nächste Herausforderung: Mehr Gefühl, Musikalität und Minimalismus
zu entwickeln und in mein Gitarrenspiel einfließen zu lassen.

Carcassi

Thursday, March 22nd, 2007

So, nun ist es wieder Zeit, Eure Ohren mit einem weiteren Stückchen zu malträtieren. Die Gitarrenspielerei ist es anzuhören, dass sie in einem Moment der Hast und Unruhe entstand - zwar noch kein Hummelflug, aber schon schee schnell.

Carcassi komponierte diesen beinahe schon zu Staub zerfallenen Opus Nr. 60 in A-Dur vor über 150 Jahren.

Opus 60 in A-Dur (1.1 mb / mp3)

Nachtrag: Die Einleitung stammt aus meiner in Diletantismus getränkten Feder. Nicht dass Herr Matteo C., post mortem, Ansprüche auf Richtigstellung geltend machen will. ;-)