Wordpress haut ja regelmäßig in die Tasten, so dass sich diese Blog-Maschinerie langsam zu einem brauchbaren Content Management System mausert. Ich werde in einer Mußestunde noch ein neues Logo entwerfen und an dem Style, Schriftschnitt und Symbolik feilen. Schon jetzt gefällt mir das neue Design supi. Problem: Ich habe keine gescheiten Inhalte. Egal.
Am Freitag den 15. Juni 2007 ist es soweit. Die Créme de la Créme der Thüringer Musikszene trifft sich zum dritten mal im grünen Herzen Deutschlands in Stadtilm. Und nach langer Konzertabstinenz kehre ich, für dieses Jahr das erste mal, zurück auf die Bühne - Lampenfieber stellt sich langsam ein.
An jenem Freitag haben auch Neversaid Ihr musikalisches Stelldichein. Die Ilmenauer Band erhielt den vorletzten Slot. Sie rocken also das Publikum für den Headliner warm. Dass dieser Gig nicht ins Wasser fällt, ist meinem furchtlosem Engagement zu verdanken. Denn ich werde die Position des zweiten Gitaristen übernehmen, da der Bandkollege aus dringlichen Gründen mit Abwesenheit glänzt. Viel Zeit habe ich nicht mehr die 10 bis 12 Songs reinzuprügeln. Macht nicht’s, ich habe mich schon gut durch mein Hausaufgabenheft an zu lernenden Tondichtungen durchgewurschtelt. Was jetzt noch fehlt ist der grobe Schliff. Den erhalte ich hoffentlich ganz im Sinne meiner immanenten und allzeit präsenten Verzögerungsstrategie bei der Generalprobe respektive beim Soundcheck.
Wie auch immer, lasst Euch dieses Highlight deutscherFestivalkultur nicht entgehen und kommt mal vorbei. Mich tät’s freuen. So long, Paul.

Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen. Das dachte sich auch mein Arbeitsplatz, als ich ein dickes Keyboard - ein Yamaha PSR - darauf verfrachtete. Welchen Zweck ich damit verfolgt habe, während der Arbeitszeit zu klimpern, ohne Scham, unter den Augen von verblüfften Kollegen, möchte ich nicht verraten.
Nur soviel: Es hat was mit Musik und einem Computerspiel (Stichwort: LOTRO) zu tun. 
Mit den Zeilen “I woke up in the morning …” beginnt jede zweite Blues-Nummer. Achtet mal drauf.
Mein Akustikgitarrenbluus verzichtet auf solcherlei abegriffene Standards (*lach* - von wegen) und plätschert gesangslos auf 3 Gitarren dahin. Ein 12-Takt Schema - auch sehr typisch für diese Art Blues - verbirgt sich hinter der an ZZ-Top angelehnten Rhythmusspur. Das Solo ist natürlich improvisiert - das hört man an den kleinen Verspielern und Taktungenauigkeiten.
All Day Long (mp3 / 3,9 mb)
Ein Kollege führt derzeit eine Untersuchung zum Mediengebrauch von Weblogs durch. Falls das Wort “Weblog” kein mannshohes Fragezeichen über Ihrem Haupt hervorruft, bringen Sie alle Voraussetzungen mit, an dieser Umfrage teilzunehmen.
Folgender Link bringt Sie hin:
LINK
Tach!
Neues Lied. Wieder sehr hektisch und flott. Kein großer Hörgenuss, aber viel Flitzefinger. In einem Ruck aufgenommen und festgestellt: Wurstfinger geben eher nach als Stahlsaiten.
Wer mehr hören möchte - ich habe noch einige Liedchen in Reserve - möge sich bitte im Kommentarabgrund verewigen.
Flaminco (6,5 mb/ mp3)
Ich habe es aufgegeben dieses Stück lediglich mit den Fingern zu spielen. Meine Technik ist einfach nicht ausreichend. Mit Plektrum fällt’s mir wesentlich leichter. Und ich kann schön in die Saiten reinlangen, dass es scheppert.
Der ehrlichste Prüfstein, um die eigene Technik einem Check zu unterziehen, ist das Spiel auf einer Akustikgitarre. Ohne Effekt und ohne Kompression wird gnadenlos jede spielerische Schwäche offengelegt. Deshalb bin ich auch relativ froh, diverse spielerische Grenzen überwunden zu haben. Nächste Herausforderung: Mehr Gefühl, Musikalität und Minimalismus
zu entwickeln und in mein Gitarrenspiel einfließen zu lassen.
So, nun ist es wieder Zeit, Eure Ohren mit einem weiteren Stückchen zu malträtieren. Die Gitarrenspielerei ist es anzuhören, dass sie in einem Moment der Hast und Unruhe entstand - zwar noch kein Hummelflug, aber schon schee schnell.

Carcassi komponierte diesen beinahe schon zu Staub zerfallenen Opus Nr. 60 in A-Dur vor über 150 Jahren.
Opus 60 in A-Dur (1.1 mb / mp3)
Nachtrag: Die Einleitung stammt aus meiner in Diletantismus getränkten Feder. Nicht dass Herr Matteo C., post mortem, Ansprüche auf Richtigstellung geltend machen will. 
In meinem Artikel erfahrt Ihr, warum ein MacBook (und alle anderen Apple-Kanonen) besser als die Windows-Schleudern sind. Und an dieser Stelle hört Ihr ein erstes Produkt meiner neuen, mannigfaltigen Beziehung zum Mac:
Hey Hey (mp3 / 3.4 mb)

Erstaunlicherweise kostete mich diese Aufnahme weniger als fünf Minuten. Die 11 Jahre Spielerfahrung hatten sicherlich auch einen gewissen Einfluss darauf, die Fuddelei in einem Take festzunageln.
Das eingebaute iSight-Mikrofone sog die Schallenwellenauf und Garageband verarbeitete das Knäuel. iTunes zwängte das vollendete Stück ins mp3-Gewandt. Fertig. Weitere folgen …
Ab sofort findet Ihr das feine Hörspiel vom Bösen Wolf und den sieben Geislein im Downloadbereich.
Viel spaß beim Hören!

Die Sarazenen, meine Lieblingsband in der ich auch ganz zufällig miteifere, zeigte sich am vergangenen Wochenende von seiner produktivsten Seite und bannten zwei neue Songs auf´s Demoband. In der langjährigen Bandgeschichte brachten es die Musikanten, die mehr dicht als nicht sind, fertig, in weniger als 5 Stunden Krach auf hohem Niveau abzuliefern. Das Klangknäul wurde freilich aus billigem Garn zusammengestrickt, aber in der Summe klingt der Noizeterror sehr geil! Dass Carlo - übrigens der Trommler - sich nicht auf seine gewohnte Betriebstemperatur knüppelte und damit für die Holprigkeit unserer Aufnahme verantwortlich zeichnete, lag daran, dass unsere mobile Heizeinheit gegen die sibirische Kälte draußen und drinnen nichts anhaben konnte und damit unser sonst so schweizerisches Uhrwerk ins Wanken brachte.
Ich bot meinen Teil des Stücks mit gewohnter stoischer Routine und Brillianz dar und Thilo, der Mann an der Front, verbarg seinen Argwohn darrüber, dass er seinen Amp nicht in gewohnter Flugzeugturbinenlautstärke fahren konnte, gelassen hinter konzentriertem und souveränen Gitarrenspiel.
http://www.sarazene.com/wp-content/uploads/2006/09/Funny%20little%20hat%203.mp3
http://www.sarazene.com/wp-content/uploads/2006/09/Ratzzz%202.mp3
Bitte teilt mir eure Meinung, warum euch die Musik gefällt/nicht gefällt, mit!
Vielen Dank! 